Sauen so nah - und doch so fern...

von Freddy Lietz

Dieser Sitz bereitet mir seit einiger Zeit Freude. Reichlich Anblick hat er mir beschert und verbirgt unter anderem einen schwachen Abschussbock. Halb-Lauscher-Hoch und recht mäßig schwach im Wildbret gilt es ihm. Doch es passiert immer anders als man denkt..

Heute sollte es noch einmal raus gehen. der schwache Abschussbock geht immernoch im Raps und wurde schon mehrfach von älteren Böcken hin und her gescheucht. Ein Wunder das er überhaupt noch die Muße besitzt - dort zu verweilen :-) Nach 2 Stunden Ansitz zeigten sich insgesamt 2 Ricken mit jeweils einem Kitz aus dem Vorjahr, 2 gute Böcke, welche wir guten gewissens schonen und  2 Schmalrehe. Mein Zielbock jedoch zeigte sich nur kurz im hohen Raps auf gut 100 Meter. Eine sichere und saubere Kugel war nicht anzubringen. Zumal hatte ich nur 3 Sekunden Zeit :-) Je mehr die Dunkelheit den Tag verdrang, schwand das Büchsenlicht.

Ein lautstarkes Knacken aus dem 80 Meter entfernten Wald riss mich aus den Gedanken. Eine starke Rotte bereitete uns seit Tagen Kopfschmerzen. Wiesen und frisch gelegte Maisreihen waren erste Adresse. Hier war sie nun die große Rotte - lautstark brach sie durchs Unterholz und hielt sich im Wald einige Zeit auf. Da das Büchsenlicht mehr und mehr schwand, beschloss ich mit Luna unterm Arm abzubaumen und an den Wald entlang des Rapses zu pirschen. Auf gut 60 Meter jedoch im tiefen Wald brechende Sauen war leider keine Chance - aber wiedermal ein Erlebnis welches vielen Menschen verwehrt bleibt. Dieses Mal zog die Rotte ruhig und konstant weiter - wohlmöglich auf dem Weg zum nächsten Maisacker. Heute war hier nichts möglich - doch war es wieder mal ein toller Ansitz mit einer Spannenden Wendung.

 

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