Der Fingerhut - der Juni im Wald

von Freddy Lietz

Fingerhut - giftige Schönheiten

Selten ist er nicht – zumindest nicht bei uns in Deutschland – der Fingerhut ( Digitalis purpurea ). Ich sehe ihn jeden Tag im Wald, mal einzeln aber auch in großen Gruppen. Als Pionierpflanze siedelt er sich schnell auf Kahlflächen im Wald, Waldrändern und lichtem Unterholz an. Der Name Digitalis ( Fingerhut ) wird vom lateinischem Wort digitus – der Finger abgeleitet. „Purpurea“ wird von Rot abgeleitet.

Der Fingerhut ist eine 2-jährige krautige Pflanze und sehr giftig. Alle Pflanzenteile sind giftig!

Vom Wild wird er nicht angesteuert – jedoch ist er eine wichtige Pflanze für unsere Hummeln. Gewöhnlich wird er nur von Hummeln angesteuert. In einer Zeit, wo Insekten, Nützlinge und vor allem der Bestand an Hummeln zurück geht, ist der Fingerhut Gold wert. Zudem sieht er mit seinen etwa 150 cm hohen Blüten im Wald vor bestimmten Kulissen sehr nett aus. Die Kombination mit der Waldschmiele, einer wilden Gras-Art , im Wald sieht fast so aus, als wenn fleißige Landschaftsgestalter am Werk waren – aber da sieht man mal, was unsere Natur so drauf hat :-)

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Seit dem späten 18. Jahrhundert wird er auch medizinisch genutzt und ist bekannt für seine Wirkung gegen Herzschwäche.

Bis bald im Wald !

Euer Freddy

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