Die Jagd auf social media Kanälen - Vorgestellt #7 barbarossa.hunting

von Freddy Lietz

Die Jagd in sozialen Medien - Aus der Rubrik "Vorgestellt" gibt es heute einen weiteren Instagram-Account. Vorgestellt wird heute Johannes alias barbarossa.hunting

Heute wird der Account von Johannes alias barbarossa.hunting vorgestellt. Für mich persönlich immer wieder bewundernswert mit welcher Hingabe, Genauigkeit und Zeit Johannes seinen Account führt. Seine Intention geht über das reine Bilder knipsen hinaus und vermittelt die Jagd nicht nur innerhalb der Jäger. Johannes investiert ebenfalls viel Zeit in die Öffentlichkeitsarbeit und leistet hier einen großen Dienst für die Darstellung und Aufgabenbereiche der Jagd.

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Instagram: Barbarossa.Hunting

Name: Johannes

Alter: 33

Jagdschein: 2014

Herkunft: Spessart – Unterfranken – Bayern

Hunde: Deutsch-Drahthaar-Rüde (14. Feld), Westfalenterrier-Hündin (6 Jahre)

Begehungsscheininhaber im Niederwildrevier mit Schwarzwild als regelmäßiges Wechselwild. Hügeliges Feld-Wald-Wiesen–Revier mit kleineren Fließgewässern, sehr strukturreich, durch Hecken, kleinparzellige Landwirtschaft und viele alte Streuobstwiesen.

Außerdem Pirschbezirk im Hochwildrevier bei den Bayerischen Staatsforsten mit Rotwild als Leitwildart.

Schon mein ganzes Leben lang sehr naturverbunden, bin ich relativ spät erst zum Jagdschein gekommen. Vorher habe ich allerdings schon zwei Jahre intensiv einen Jäger begleitet und mit Ausnahme des Erlegens alles rund um die Jagd gemacht: Kirrungen bestücken, Salzlecken aufstellen, Wildkameras auslesen, Suhlen und Wildäcker anlegen, Hochsitzbau- und -unterhalt, Schneisen freihalten, eben die anfallenden Revierarbeiten die jeder Jäger kennt. Außerdem half ich begeistert beim aufbrechen und küchenfertigen Zerwirken. Der eigene Jagdschein war die logische Konsequenz

Die verantwortungsvolle, nachhaltige Jagd, ist ein wichtiger Baustein unserer nach menschlichen Bedürfnissen geschaffenen Kulturlandschaft. Wir üben tagtäglich Einfluss auf die uns umgebende Natur aus, so etwas wie Wildnis ist sehr selten zu finden. Wir nutzen unsere Umwelt mehr ökonomisch als ökologisch und nehmen ihr jede Chance zur Selbstregulierung. Manche Arten von Flora und Fauna profitieren davon, andere gehören zu den Verlierern. Hier will ich Verantwortung übernehmen, als Mensch, der menschliches Werk revidiert. Jäger als Heger, im Dienste der Natur, zum Erhalt des natürlichen Gleichgewichts.

Auf Instagram möchte ich mich gutem Beispiel vorangehen. „Jagd ist mehr als nur schießen“ dieses Mantra trägt jeder gerne vor sich her. Doch schaut man sich viele Jäger an, so definieren sich die meisten Jäger eben doch vor allem über die erlegten Stücke Wild. Ich mache gern Beute, doch mein Fokus in der Außendarstellung liegt darauf was alles nötig ist, um zum Jagderfolg zu kommen und warum ich jage wie ich jage.

Ich bin davon überzeugt, dass die wenigsten Nichtjäger Jagdgegner sind, doch sie stehen als Teil einer naturfremden Bevölkerung skeptisch unserem lebensbeendenden Tun gegenüber. Es liegt an uns, die Beweggründe nachvollziehbar, plausibel und vor allem glaubwürdig zu vermitteln. Das ist oft anstrengend, doch die Mühe lohnt sich allemal.

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