"...dass er schützt und hegt sein Wild...."

von Freddy Lietz

"...dass er schützt und hegt sein Wild...."

Was ein Sommer ! Ich kann mich denke ich nicht daran erinnern, dass die Temperaturen so lange so hoch blieben. Kein Regen, kein Wasser, kein Frühjahr. Direkt Sommer - seit April ! Das Projekt Wildacker auf der Kippe - das Wild am Limit.

Die Bäume werfen ihr Laub ende Juli ab - erste Anzeichen einer Schutzmaßnahme unserer Natur. Die kleinen Bachläufe im Revier sind nun trocken. Matt und staubig liegen die einst im Wasser liegenden Steine da. Im Bachbett buntes Laub. In einem unserer Reviere ist auch die letzte Suhle trocken. Das Wild fährt den Aktionsradius stark herunter - die Blattzeit ( Rehbrunft ) läuft schleppend bis stark verzerrt. Notzeit ! Der Spruch aus einem bekanntem Satz "..dass er schützt und hegt sein Wild" kommt nun zur Geltung. Was wären wir Jäger ohne unsere Natur ? Ohne unser Wild ? Wohl kaum mehr als ein Häufchen Mensch, welcher nur an sich denkt.

Wie viele Jagdkameraden, machen auch wir uns in dieser Zeit auf und bringen Wasser in die Reviere. Wir steuern die Suhlen an und bauen künstliche Wasserbecken. Das Wild dankt es uns und es zeigt überregional, wie stark unsere Bindung zur Natur, Flora und Fauna ist. "Das macht ihr auch ? " Fragende Blicke von außen... Ja das machen wir auch. Eigentlich kümmern wir uns hauptsächlich um unser heimisches Wild, denn das Erlegen macht den geringsten Teil aus !

Bewaffnet mit Schläuchen, Speißfässern, Regentonnen oder 1000 Liter-Fässern geht es in die Reviere. Nicht nur auf bekannten sozialen Plattformen sieht man nun jede Menge Bilder - Bilder von besorgten und helfenden Jägern. Danke dafür - Denn das ist Jagd - eben viel mehr...

Waidmannsheil - Euer Freddy 

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